AUSBILDUNG

Was macht ein Financial Planner?

FP beraten Privatkunden in ihren finanziellen Angelegenheiten. Dabei steht die mittel- und langfristige Planung des Kundenvermögens im Vordergrund. Die Beratung erfolgt nach festen Regeln, den so genannnten "Grundsätzen ordnungsmäßiger Finanzplanung". Diese sind: Vollständigkeit der Analyse und Planung; Berücksichtigung von Wechselwirkungen ("Vernetzung"); Individualität der Beratung; Richtigkeit; Verständlichkeit; Dokumentationspflicht und Einhaltung von Berufsgrundsätzen wie zum Beispiel Integrität und Neutralität. 

Wo arbeiten Financial Planner?

Etwa zwei Drittel der in Deutschland tätigen FP sind bei Banken, Versicherungen und Immobiliengesellschaften angestellt. Die übrigen FP arbeiten als freie Finanzdienstleister oder in Finanzberatungs-Sozietäten.

Wie wird ein Finanzexperte Financial Planner?

Die meisten Kandidaten schreiben sich zunächst für eine einjährige berufsbegleitende Fortbildung ein. Zurzeit ist dies an zwei Instituten möglich und zwar an der "ebs Finanzakademie" in Oestrich-Winkel und der "Frankfurt School of Finance & Management mit Lehrgängen in Frankfurt am Main, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Leipzig, Stuttgart und Trier. Wer die verlangten Prüfungen und eine Projektarbeit besteht, wird zur Zentralprüfung beim Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB) zugelassen. Diese dauert 180 Minuten.

Neben bestandenen Prüfungen müssen die Kandidaten auch Praxiserfahrung aufweisen. Ob sie diese vor oder nach den Examina erwerben, ist gleich. Verlangt werden drei Jahre Tätigkeit im Finanzdienstleistungsbereich und ein Jahr im Financial Planning.

Bevor der Verband die Lizenzurkunde zum Certified Financial Planner (CFP) überreicht, muss ein Bewerber noch erklären, dass er die ethischen Berufsregeln des Verbandes einhalten wird. Verlangt wird auch ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Schufa-Selbstauskunft und eine Bestätigung, dass die Bewerbungsunterlagen korrekt sind.

Was kostet die Ausbildung?

Der einjährige berufsbegleitende Lehrgang kostet etwa 12.000 Euro. Die sich anschließende zentrale Prüfung schlägt mit 500 Euro plus Mehrwertsteuer zu Buche.

 

 

 

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