PRESSE

Finanzinstrumente zur nachhaltigen Armutsbekämpfung – Vortrag vor dem Verein Financial Planner Luxembourg

02.06.2010

Edda Schröder
Geschäftsführerin
Invest in Visions GmbH
 IIV
Finanzinstrumente zur nachhaltigen Armutsbekämpfung – Vortrag vor dem Verein
Financial Planner Luxembourg
Unter dem Motto „Nachhaltige Investments“ fand am 20. Mai 2010 das 3. diesjährige
Forum des Vereins Financial Planner Luxembourg a.s.b.l. in den Räumen der Banque
LBLux statt. Hierzu konnten Alain Weber, Mitglied der Geschäftsleitung Banque LBLux und
Uwe Krönert, Vorsitzender des Vereins Financial Planner Luxembourg a.s.b.l., eine
besondere Referentin begrüßen:
Edda Schröder, Geschäftsführerin der Invest in Visions GmbH. Die
gelernte Bankkauffrau - später County Head bei Fleming Fonds bzw.
Geschäftsführerin bei Schrodes - kombiniert heute nach 12 Jahren
Berufserfahrung in der Fondsbranche Ihr eigentliches Interesse
„Entwicklungshilfe“ mit ihrer Finanzdienstleistungserfahrung. Hierbei
spezialisiert Sie sich auf das Thema „Mikrofinanz-Investments“, das in
den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.
Können Sie sich vorstellen, von weniger als zwei US-Dollar am Tag zu
leben? Wer dies tun muss, gilt laut Weltbank als extrem arm und gehört
zu einer heute 3,7 Milliarden Menschen großen Gruppe weltweit.
Während eine Schicht der Schwellenländer vom Boom und somit
wachsendem Wohlstand profitiert, nimmt ein großer Teil der
Bevölkerung nicht an der Entwicklung teil. Industrienationen sind in der
Finanzkrise auf finanzielle Hilfen und Kredite immer weniger
ansprechbar. Doch es gibt Finanzinstrumente, die nicht nur helfen, die Armut und den
Hunger zu bekämpfen, sondern auch noch und sogar in diesen Zeiten Rendite und geringes
Risiko versprechen – Mikrokredite.
Mikrokredite können Menschen erhalten, die eine eigene Existenz aufbauen oder ein
Kleinstunternehmen betreiben wollen, jedoch arm sind, keine Sicherheiten zu bieten haben
und deshalb von konventionellen Banken eine Kredite bekommen können. Mikrokredite
bewegen sich meist im Rahmen von wenigen Hundert US-Dollar und setzen regelmäßig ein
Geschäftsmodell voraus, das den Aufbau einer Existenz ermöglichen soll – etwa durch den
Betrieb einer einfachen Garküche, den Erwerb einer Nähmaschine oder eines Nutztiers.
Werden die Rückzahlungen vertragsgemäß geleistet, kann der Kreditnehmer Folgekredite
erhalten. Mikrokredite und andere Finanzdienstleistungen für Arme wie
Mikroversicherungen und Mikrosparprodukte werden unter dem Begriff „Mikrofinanz“
zusammengefasst. Mit Ausfallraten von lediglich rund 2% werden weniger Mikrokredite
‚faul’ als beispielsweise deutsche Existenzgründungskredite. Die Vergabekriterien und die
Sanktionen für vertragswidriges Verhalten sind streng.
So liegt die geringe Ausfallrate daran, dass ein versprechendes Geschäftsmodell
vorgewiesen werden muss. Zudem werden die Kredite verhältnismäßig oft an Frauen
vergeben, da diese der Kreditverpflichtung, und somit ihrer einmaligen Chance der Armut
zu entfliehen, gewissenhaft nachkommen. Mikrofinanzinstitutionen vergeben ihre Kredite
des Weiteren oft an Kollektive, was zudem die Ausfallwahrscheinlichkeit verringert. Heute
gibt es ca. 10.000 Mikrofinanzinstitutionen, die in Asien, Afrika, Lateinamerika und
Osteuropa tätig sind. Das Erfolgsmodell Mikrokredite entwickelt sich rasant. Während 2001
Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 4 Milliarden US-Dollar vergeben wurden,
waren es 2008 schon 31 Milliarden. Und das Potenzial für weiteres Wachstum ist enorm: So
gibt es weltweit rund 500 Millionen Menschen, die die Kriterien für den Empfang eines
Mikrokredits erfüllen; der Bedarf wird auf 250-300 Milliarden US-Dollar Kreditvolumen
geschätzt. Eine Investitionsmöglichkeit für institutionelle und private Anleger stellt der
Erwerb von Anteilen an Mikrofinanzfonds dar. Diese Fonds refinanzieren
Mikrofinanzinstitutionen durch Ankauf von Schuldverschreibungen oder – in Einzelfällen –
Aktien und sind an deren Erträgen beteiligt. Der wichtigste Grund für das wachsende
Interesse dürfte im sehr attraktiven Rendite-Risiko-Verhältnis bei Mikrofinanzfonds liegen.
Deren Renditen liegen in der Regel deutlich über Geldmarktniveau; einige, wie der
Wallberg Microfinance Fund, der Erträge von 4-5% anstrebt, erreichen deutlich mehr. Bei
einer äußerst geringen Schwankungsbreite: unter 1% im Fall des Wallberg-Fonds.
Insgesamt gibt es bislang ca. ein Dutzend Fondslösungen für Privatanleger.
Gerade auch in der gegenwärtigen Finanzkrise sind Mikrofinanzinvestments nicht nur
sichere Renditebringer, sie können wegen ihrer geringen Korrelation mit anderen Märkten
auch die Struktur eines diversifizierten Portfolios entscheidend verbessern. Der Symbiotics
Microfinance Index, der die Wertentwicklung von Mikrofinanz-Investmentvehikeln abbildet,
setzt sein stetiges Wachstum in den letzten Monaten unbeirrt fort, während die meisten
Indizes ihren bekannten Verlauf abwärts nahmen. Selbstverständlich handelt es sich nicht
um eine risikolose Anlage. So können Bürgerkriege in instabilen Entwicklungsländern oder
Naturkatastrophen dazu führen, dass vor Ort tätige Mikrofinanzinstitute Kreditausfälle in
großem Umfang verbuchen müssen. Mikrofinanz-Fonds minimieren dieses Risiko, indem
sie ihre Investments über möglichst viele Mikrofinanzinstitutionen verschiedener Größe und
in verschiedenen Ländern streuen.
Alles in allem handelt es sich bei Mikrofinanz-Investments um verantwortliche Investitionen
mit „sozialer Rendite“ für all jene Anleger, die das Glück haben, von mehr als zwei USDollar
am Tag zu leben.
Weitere Informationen zum Thema „Mikrofinanz“ und Edda Schröder erhalten Sie auf
www.investinvisions.de
Die Intention des Vereines Financial Planner Luxembourg liegt in der Vernetzung und
Weiterbildung von hochqualifizierten Spezialisten in den Bereichen Financial Planning und
Estate Planning. Hierdurch erhöhen sich Angebot und Qualität von Dienstleistungen der
Banken am Standort Luxembourg für vermögende Privat- und Geschäftskunden. Dem
Verein gehören derzeit 96 Mitglieder an.
Financial Planner Luxembourg a.s.b.l.
Boîte Postale 244
L-2012 Luxembourg
Email: contact@fpl.lu
www.fpl.lu

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